Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.

#3 Christentum – Religion der Dummen

7 Kommentare

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Ist das Christentum die Religion der Dummen, der Ungebildeten? Erlischt der Glaube da, wo die Vernunft aufwacht?

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Nicht ganz, wenn wir in die Geschichte schauen.

Da gibt es die Kleinen und Einfachen, die zu Wissenden werden. Etwa Johannes, Fischer vom See Genezareth, der unter dem Kreuz steht, und den die Kirche „den Theologen“ nennt.

Oder Saulus, der zwart gelehrt ist, aber nicht sehend, und der sich nach seinem Damaskus-Erlebnis kleinmacht und zu sehen beginnt. Manche gerechte (eigentlich: auf Gott gerichtete) Männer brauchen eben eine radikale Bekehrung……dass sie wahrhaft auf den Gottesweg gelangen – zuerst verfolgt und mordet Paulus die ersten Christen aus falschem Gotteseifer, um schließlich durch die liebende Bekehrung seines Gottes zum „größten“ aller Apostel werden. (Er selbst wird sich immer als den Geringsten der Apostel bezeichnen.)

Dann hätten wir schließlich die Kinder, die Marienerscheinungen erleben, in Fatima und in Medjugorje. Vermutlich hatten/haben die betroffenen Kinder noch „intakte“ (oder sagen wir: vom Bösen weitgehend unberührte) Seelen… Diese Kinder werden auch weniger darüber nachdenken, wieviel Dollar oder Euro sie aus diesen Offenbarungen schlagen können…

Religion der Dummen? Gar nicht, lautet meine Antwort (falls du mich fragen solltest). Unser Schöpfer hat einfach ein Recht darauf, vor allem „intakte“ Seelen mit seinen Botschaften zu befassen, so dass seine Wahrheiten auch intakt weitergereicht werden…

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7 Kommentare zu “#3 Christentum – Religion der Dummen

  1. Das Christentum ist nicht die Religion der Dummen, sondern der Schwachen und der Lebensmüden.

  2. Hallo Trotzkist!
    (wusste gar nicht, dass die noch nicht ausgestorben sind ;-)

    Das obige Posting erlaubt folgende Antwort nach den dort genannten „Christentypen“:

    Johannes – schwach und lebensmüde? Keine Spur, der Mann ist ein guter Fischer…

    Saulus/Paulus – schwach und lebensmüde? Aber wo, einen aktiveren Mann kann ich mir kaum vorstellen; zuerst Gelehrter und unermüdlicher Christenverfolger, dann Apostel mit Fussmärschen in Summme von 3.500 bis 4.000 km!

    Die Seherkinder – schwach und lebensmüde! Ist eine merkwürdige Vorstellung bei Kindern, in den Beschreibungen sind sie lebensfroh, vif und sehr munter…

  3. Ich bin (überraschenderweise) nicht bibelfest; aber das Christentum war immer die Religion der Unterdrückten und erlaubte eine gewisse Solidarität unter diesen. Sobald das Christentum Herrschaftsreligion wurde, entfernte sie sich zunehmend von ihren Wurzeln, so weit, dass ein großer Denker sich einmal bemüßigt fühlte zu sagen: „Es gab nur einen Christen, und der starb am Kreuz“.

    Zur Religion der Lebensmüden reichen mir zwei Bibelzitate, nämlich das vom irdischen Jammertal und das vom nachirdischen Paradies.
    Dieses Leben nach dem Tod war so verlockend, dass erst der Selbstmord verboten werden musste, um die Menschen davon abzuhalten. Alles ist darauf ausgerichtet, dass es (für den guten Christen) nach dem Leben besser wird; wer sich für einen guten Christen hält und ernsthaft glaubt, muss sich dem Tode entgegensehnen.

    • @trotzkist

      „Nicht bibelfest“? Na, wer ist das schon – auch wenn ich einiges gelesen habe, würde ich mich nicht als bibel“fest“ bezeichnen…

      Also zitierst du das „irdische Jammertal“ und das „ewige Paradies“ und stellst auch den Konnex zu einem angeblich daraus hervorgehenden Verbot des Selbstmords?

      Das ist nur konsequent – aus der Sicht des sogenannten Humanismus, der bereits Google für sich gewinnen konnte: Bei der Such-Eingabe „irdisches Jammertal Suizid“ wird als erstes Ergebnis auf ein Forum der Dignitas Schweiz verwiesen;

      mit dem Namen „Dignitas“ schmückt sich jene Gesellschaft unter der Leitung des Rechtsverdrehers L.A.Minelli, die in der Schweiz unter Berufung auf die Menschenrechtskonvention (Chuzpe 1) und auf den heiligen Thomas Morus (Chuzpe 2) das Recht auf begleiteten Suizid rechtlich durchgesetzt hat:

      Kranken Menschen aus der ganzen Welt wird mit schweizerischer Gründlichkeit angeboten, das Leben in Beisein eines Arztes „legal“ zu beenden.

      Soweit der Vorspann, der lediglich dazu dient, zu zeigen, wie sehr diese von Dir angesprochene Idee „Jammertal/Suizid“ humanistischer Aktivisten in das Denken und Handeln von Menschen und Institutionen Einzug hält.

      Aus christlicher Sicht weist dieser Ansatz eine geradezu absurde Fehlinterpretation auf, denn die Geschichte, dass es sich beim irdischen Leben um ein Jammertal handelt, ist nur ein aberwitziger Nano-Bruchteil einer Wahrheit, deren Tür jedenfalls seit 2000 Jahren weit offen steht.

      (1) Hypothese:
      Es gibt einen Schöpfergott, dessen Nichtexistenz auch per 3. Juni 2010 nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann.

      (2) Glaubenssatz #1:
      Dieser Schöpfergott hat seinen eigenen Sohn unter uns leben lassen.

      (3) Glaubenssatz #2:
      Im lebenslangen und konfliktreichen Dialog mit seinem Vater hat dieser Sohn Jesus Christus aus Liebe zum Vater und zu uns Menschen eingewilligt, mit seiner Kreuzigung alles das auf sich zu nehmen, was wir Menschen in Missachtung des Schöpfergottes und unserer Mitmenschen getan haben.

      (4) Glaubenssatz #3:
      Christus hat uns zur Freiheit befreit Gal 5,1). Es ist eine radikale und endgültige Wende geschehen: Vom Jammertal sind wir zum „Leben in Fülle“ befreit worden (Joh 10,10).

      (5) Glaubenssatz #4:
      Was heißt „Leben in Fülle“? Es heißt zum ersten, dass wir durch die auf Gott gerichtete Lebensweise und Auferstehung des Gottessohnes Jesus Christus vom „jammervollen Dilemma“ befreit sind, dass der Mensch in seiner gottgewollten Freiheit auch gegen Gott handeln kann; wenn er es tut, ist es eine gottgegebene Möglichkeit, die nicht notwendigerweise in die nachirdische Verdammnis führt, sofern nämlich der betreffende Mensch – und das entzieht sich evidenter Weise jeder menschlichen (und noch so wissenschaftlichen) Beurteilung – wahrhaft zum Glauben an Gott und Jesus Christus gelangt.

      (6) Glaubenssatz #5:
      Leben in Fülle heißt zum zweiten, dass ich als Mensch nicht auf meine eigenen (menschlichen) Maßstäbe und Erkenntnisse begrenzt bin, sondern dass über die Grenzen der Erfahrung hinaus, wie sie die naturalistische und humanistische Weltanschauung festzusetzen versucht, eine metaphysische und göttliche Welt in Reichweite ist: Dieser „Himmel“ ist durch Gebet und Gnade bereits in diesem (von Humanisten als jammervoll bezeichneten) Leben erfahrbar, und bei einem glaubenserfüllten Leben mit Sicherheit nach diesem irdischen Leben.

      Nach diesem „Wort zum Sonntag“ freue ich mich auf Feiertag „Fronleichnam“, der uns Menschen an nichts weniger als die ewige Gegenwart Christi (seines Leibes und Blutes) auf dieser Erde erinnert.

  4. Pingback: #3 Christentum – Religion der Dummen (via „1000 mal gedacht“) « zeitzubeten

  5. Schöne Betrachtung – vielen Dank dafür!

    Josef Bordat

  6. Hallo jobo72,

    danke für den freundlichen Kommentar…!

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