Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.

#14 Bischofsernennungen, Pfarrerbefragungen und Medien

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Wer redet hier vom Sommerloch? Pfarrer, Bischöfe und der Vatikan streiten sich um die vorderen Plätze in der Berichterstattung der Medien, jedenfalls in Österreich.

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In einer der sommerlichen Hitze angemessenen Kürze ein paar Beobachtungen:

Bischofsernennung Burgenland: Der Protest kritischer Laien- und Pfarrer-Initiativen wird zunehmend agressiver, nicht etwa, weil neue Skandale anstehen oder Missbrauchsfragen nicht geklärt würden, nein:

Protestiert wird, weil der neue Kandidat zu gute Beziehungen nach Rom hat und (oh Schreck!) zu den Traditionen seiner römisch-katholischen Kirche steht!

Die nächste Beobachtung ist, dass der genannte Protest, obwohl die gerade durchgeführte Pfarrer-Befragung einiges an Rom-Kritik befördert hat und eigentlich Rückenwind für die kritischen Geister bedeuten müsste, immer verzweifelter wird:

Die Worte der Vorverurteilungen werden mit Lichtgeschwindigkeit gefunden und transportiert, aber nicht freudig und kämpferisch, sondern resignativ, verhärmt und mit herabhängenden Mundwinkeln!

Das Bemerkenswerteste aber ist, dass einer der Hauptinitiatoren und profundesten Vertreter der Kirchenkritik, der Religionsforscher und Priester Prof. Paul Zulehner, wörtlich sagt:

Die Zeit der wichtigsten Kirchenreform-Organisationen, auf Laienseite die Organisation „Wir sind Kirche“ und auf Priesterseite die „Pfarrer-Initiative“, ist bereits vorbei (!), weil so gut wie alle Bestrebungen im Sand verlaufen wären.

Danke, Prof. Zulehner, damit sollte der innerkirchliche Reformprozess „Apostelgeschichte 2010“ unter Leitung von Christoph Kardinal Schönborn wieder in konstruktiveren Bahnen fortzuführen sein!

Nun denke ich ganz sicher nicht, dass verschiedene Reformkräfte wie die bereits genannten keine Berechtigung mehr haben, aber vielleicht erfolgt hier doch eine gewisses Umorientierung zu fruchtbarerernVorgangsweisen, wie sie sich in Verbindung mit der aktiven Vorgangsweise des Kardinals in Sachen Missbrauch schon angedeutet haben.

Abschließend sei daran erinnert, dass besonders eine „zentralistisch“ geführte Kirche immer in gewissen Widersprüchen zur Gesellschaft stehen wird, wollte sie nicht ihre eigentliche Bestimmung und Evangelisierung aufgeben. Der ehemalige Kardinal von Mailand,  C. M. Martini SJ, hat das in einfachen und klaren Worten zum Ausdruck gebracht:

„Eine erste Bedeutung von »Verfolgung« haben wir also, wenn wir bedenken, dass die Kirche sich nicht völlig dem Milieu angleichen kann, das sie umgibt… In anderen Worten, die Kirche ist nicht von dieser Welt und ihre geschichtliche Wirklichkeit ist das Unbehagen. Immer wieder kommt der Augenblick, in dem die Kirche spürt, dass sie ganz und gar nicht mit dem Milieu identifizierbar ist, und dass sie, wenn sie es wäre, als kirchliche Wirklichkeit verschwände“ (Carlo Maria Martini SJ, *1927,  Erzbischof von Mailand, Kardinal).

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