Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.

#18 „Eheliche Liebe mit intensivem Gebet, Studium der Heiligen Schrift, Abtötung und Nächstenliebe“

Ein Kommentar

Verstehen wir die christliche Ehe überhaupt noch, möchte ich heute fragen…

…in memoriam der Heiligen Birgitta von Schweden, und unter Zuhilfenahme von Johannes Paul II.:

…möchte ich damit bewirken, dass sich ihr [Birgitta von Schweden] nicht nur diejenigen nahe fühlen, die die Berufung zu einem besonderen geistlichen Stand empfangen haben, sondern auch jene, die als Laien ihren gewöhnlichen Tätigkeiten in der Welt nachgehen und denen vor allem die hohe und verpflichtende Berufung zukommt, eine christliche Familie zu bilden.

Ohne sich vom Wohlstandsleben ihrer gesellschaftlichen Klasse beirren zu lassen, lebte Birgitta mit ihrem Gemahl Ulf die Erfahrung eines Ehepaares, bei dem sich die eheliche Liebe mit intensivem Gebet, Studium der Heiligen Schrift, Abtötung und Nächstenliebe verband.

Gemeinsam gründeten die Eheleute ein kleines Spital, wo sie häufig den Kranken Beistand leisteten. Birgitta hatte es sich sodann zur Gewohnheit gemacht, persönlich den Armen zu dienen. Zugleich wurde sie wegen ihrer pädagogischen Gaben geschätzt, die sie besonders dann entfalten konnte, wenn man sie am Hof von Stockholm um ihren Dienst ersuchte.

.Wer möchte (oder kann) sich vorstellen, dass man bei der christlichen Ehevorbereitung darauf hinweist,

…dass Ehe an erster Stelle eine Dreierbeziehung mit Gott ist?

…dass eine kirchlich geschlossene Ehe mindestens soviel Nächstenliebe wie Eheliebe hervorbringen sollte?

…dass die christliche Ehe ohne (gemeinsames!) Beten schwer vorstellbar ist?

…dass die kirchlich geschlossene Ehe auch Abtötung verlangt?

…dass Bibelstudium und Mitarbeit in einer Pfarrgemeinde mehr als wünschenswert sind?

Es wäre doch interessant, wie sich die Drop-out-Rate entwickelt, wenn diese Punkte im Zentrum einer intensiven Ehevorbereitung stünden, und die Kirche (endlich wieder) ihr ernstgemeintes Interesse an der Berufung zur heiligen katholischen Ehe bekunden würde…

Eine so vorbereitete (und natürlich so gut wie möglich gelebte) Ehe müsste um einiges krisensicherer sein, als die vielen „och wie schön, lass uns ganz romatisch in der Kirche heiraten“ -Ehen, die oft schon nach kurzer Zeit an den ersten größeren Hürden scheitern, oder?

Vielleicht würde die Statistik dann spürbar auseinanderdriften, also kontinuierlich ansteigende Scheidungsraten bei den rein standesamtlich geschlossenen, und eine zurückgehende Scheidungsquote bei den kirchlichen Trauungen, die unter den beschriebenen „Grundsätzen“ vorbereitet und gelebt wurden?!

+

GEBET:
Gott der Vielfalt, du hast jedem Menschen einen ihm entsprechenden Auftrag gegeben. Du brauchst jeden, jede von uns, damit wir deine Liebe in einer oft so lieblosen Welt lebendig werden lassen. Lass uns erkennen, wozu wir von dir berufen sind – als Ehepartner, als Eltern, als Alleinstehende, als Ordensleute. Darum bitten wir durch Jesus Christus, von dem wir Lebenskraft beziehen. Amen.

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