Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.

#27 Berufung zur Ehe… um des Himmelsreiches willen

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Ja, ich denke, wir haben uns dazu gemacht. Denn zu behaupten, wir wären von allem Anfang an für die Ehe geschaffen gewesen, ist dann doch zu dick aufgetragen. Aber letztlich kennt nur Gott die ganze Wahrheit.

„Wir haben uns dazu gemacht“ heißt nun ganz sicher nicht, dass der dreieinige Gott nicht seinen Teil dazu beigetragen hätte, vielleicht sogar den Hauptteil? Es meint einfach, dass wir unsere Berufung zur Ehe durchaus erkämpfen mussten, Gott sei Dank (!) im Rahmen einer Streit- und Lebenskultur…

… zu der meine Frau und ich auch wirklich stehen können.

Vor 20 Jahre haben wir uns kennengelernt, seit 16 Jahren sind wir verheiratet, und seit knapp 15 Jahren dürfen wir uns Eltern nennen. Das ist eigentlich nichts besonderes, obwohl es angesichts der zahlreichen Ehetrümmer und Patchworkfamilien im Umfeld dann doch wieder ein wenig…

Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Meine Frau und ich sehen uns als eins (ich habe sie sicherheitshalber nochmals gefragt, bevor dieser Text online ging, und ihre Unterschrift gilt als gesichert ;-) …aber wie konnte es „soweit kommen“?

Ohne Gott – keine Chance. So lautet unsere Überschrift, sie mag bei anderen Paaren auch anders lauten, aber für uns bestehen in diesem Punkt keine Zweifel.

Als ich meine „bessere Hälfte“ ein wenig kennengelernt hatte, und mir Fragen über eine mögliche Eheschließung stellte, hat mich ein Gefühl nie verlassen: Selbst wenn du dir „nur zu 99% sicher“ sein solltest, steht diese Eheschließung (wenn die geliebte Frau es denn auch will) auf gutem Grund – denn Gott ist mit ihr, mit meiner späteren Frau. Auch ihr Name flüsterte mir dies immer wieder zu, ist es doch die weibliche Form von Emanuel „Gott ist mit uns“.

Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht, und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

Ja, heiliger und großer Gott, wir versuchen es zu erfassen, jeden Tag aufs Neue, denn jeder Tag bringt seine Geschichten, und niemand (von uns) hat behauptet, dass diese Geschichten immer leicht zu tragen wären. Aber „um des Himmelreiches willen“ – da kann eigentlich gar nichts schwer genug sein. Herr, bestärke uns in dieser Liebe, diesem Mut, diesem Vertrauen, und in diesem Glauben!

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PS: Heute morgen hatten wir das Glück, noch vor dem Regen bei uns im Garten frühstücken zu können.  Einzig eine Vogelstimme im benachbarten Holundergewächs, die in schrillsten und beharrlichsten Tönen ihre Verärgerung über eine lauernde Katze zum Ausdruck brachte, war zu vernehmen. Gerade als mir dies über die Gehörgänge so richtig bewusst wurde, kommt meine Frau mit zwei Weintrauben und der Idee, die Katze in ihrer Lauerstellung zu stören und den Vogel zu beruhigen. Ein gücklicher Wurf mit der Traube, und der Holunder (sambucus) verwandelte sich in eine sambucina, eine Harfenspielerin mit den herrlichsten Vogelgesängen. Danke Gott, für deine Schöpfung, danke Herr, für deine Liebe.

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Was ich – am Beispiel der Hl. Birgitta – über Ehe und Ehevorbereitung denke, liest du hier.

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Herr, unser Gott,
Schöpfer der Welt und alles Lebens,
Du hast Mann und Frau nach Deinem Bild erschaffen (vgl. Gen 1,27).
Damit sie Anteil haben an Deinem Werk der Liebe,
hast Du ihnen ein Herz geschenkt, dass zur Liebe fähig ist.
Du hast N. und N. heute in diese Kirche geführt,
damit ihr Leben in Dir eins werde.
Du sendest sie, um ihr Leben gemeinsam aufzubauen
und jeden Tag mehr in der Liebe zu wachsen
nach dem Beispiel Christi.
Er hat die Menschen bis zum Tod am Kreuz geliebt.
Segne, schütze und stärke die Liebe dieser Neuvermählten:
Ihre Liebe sei ihnen Stütze ihrer Treue.
Ihre Liebe möge sie glücklich werden lassen
und sie in Christus die Freude der Ganzhingabe entdecken lassen,
die dem liebenden Menschen eigen ist.
Ihre Liebe soll Deiner Liebe immer ähnlicher werden, Herr,
und für sie zur Quelle des Lebens werden.
Ihre Liebe soll sie aufmerksam werden lassen gegenüber ihren Mitmenschen,
die bei ihnen ein offenes Herz finden mögen.
Ihre gegenseitige Liebe und die Liebe Christi mögen sie stützen,
damit sie aktiv am Aufbau einer Welt teilnehmen, die gerechter und brüderlicher werden kann.
Dadurch sollen sie treu zu ihrer Berufung stehen als Menschen und als Christen.
Amen.

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