Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.


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#45 Das aggressive Gesicht des Humanismus – in 12 Schritten dargelegt

Ist es Zeit, die Bibel auf den Feuermüll zu werfen?

Sokrates in 5 Minuten; Islam in 30 Sekunden; Jesus für Anfänger. Wir kennen diese Rezepturen, schnelle Informationen für eilige Leser. Heute machen wir uns diese Technik zunutze, um einen konkreten Einblick in das Humanistische Manifest III zu gewinnen, das unter anderem von Paul Kurtz, dem Begründer der International Academy of Humanism, und Richard Dawkins, dem Medienprofi unter den Naturwissenschaftlern, unterzeichnet wurde: In 12 Schritten zum Humanismus – genauer gesagt zum gottlosen Humanismus.

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#43 Für Friederike Mayröcker, die in der Langen Nacht der Kirchen liest

Die wunderbare Lyrikerin Friederike Mayröcker wird am 27. Mai in Wien lesen, im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen. Details der Veranstaltung finden sich weiter unten, zunächst aber zur Einstimmung einem Beitrag, den ich im Vorjahr veröffentlicht habe.

Ein stilles Singen der Seele kommt einer himmelwärts gerichteten Musik, so wie mein kleines Bewusstsein sie sich vorzustellen vermag, schon recht nahe. „Still“ jetzt nicht in dem Sinn, dass ein kräftiges Singen unbedingt weniger schön sein muss. Es geht wohl mehr um (eine stille) Sehnsucht, eine starke Sehnsucht zu dem einen Gott, dem Gott des Kreuzes und der Liebe.

Gott hat den Menschen dazu erschaffen, der Schöpfung ein Vorsänger zu sein, damit er allen Lobpreis sammle und ihm darbringe, auch den unbewussten Lobpreis, den jedes Geschöpf Gott entgegenbringt, indem es sich Seinen Gesetzen unterwirft und Seine Größe, Seine Schönheit und Seine Macht ausstrahlt. Jedes Geschöpf verherrlicht Gott, doch der Mensch allein [dank seiner gottgebenen Rolle in der Schöpfung] kann Gott einen Lobpreis der Anbetung singen. (Julienne du Rosaire, Ordensgründerin)

Sehnsucht lässt sich fühlen, singen – und in lyrischen Worten ausdrücken. Daran musste ich denken, als ich im TeDeum einen Hymnus der großen alten Dame der Lyrik, Friederike Mayröcker, las. Mayröckers Ausdrucksformen, vor allem in späteren Jahren, sind ganz besonders eigen (weil über Jahrzehnte immer wieder neu geschöpft), und lassen sich wohl nur intuitiv erfassen… bei manchen ihrer Zeilen wird mein Innerstes doch sehr stark berührt, das darf man doch zugeben?

Der folgende Hymnus stammt vermutlich aus früheren Jahren und ist für mayröckersche Verhältnisse in sehr einfachen Worten gehalten; wenn man über das ‚Schwärmen‘ ein wenig hinwegliest, vielleicht die Augen schließt, kann es durchaus passieren, dass die Seele in bisserl in Schwingung gerät…
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#42 Die machtvolle, gottlose, letztlich ohnmächtige Wissenschaft – aus Sicht eines unterhaltsamen Literaten

Franzobel ist einer der österreichischen Schriftsteller, der Nachdenkliches auf unterhaltsame Art zu präsentieren weiß. Der Turm von Babel, ähm…  Verzeihung, der LHC von Cern ist hier der Ausgangspunkt einiger Gedanken über Prädestination und die gläubige Inbrunst vieler Wissenschaftler in Bezug auf ihre Maschinen und Hypothesen…

Ich könnte mir gefüllte Paprika machen, eine Pizza bestellen oder nach Olmütz fahren, um dort einen gebackenen Quargel zu essen. Ich könnte nach New York fliegen und in der Oyster Bar mit Zitronensaft beträufelte schlatzig graue Schleimgesellen schlürfen. In Santiago de Chile gäbe es mit Käse überbackene Jakobsmuscheln, in Mexiko Fleisch in scharfer Schokoladensoße zum Klang der Mariachis und in Sapporo paniertes Fischsperma… Ich könnte nach Teheran auf eine Linsensuppe fliegen, für ein Steak nach Mendoza oder zum Falafel-King nach Jerusalem. Ich könnte mir beim nächsten Fleischhauer eine Leberkäsesemmel kaufen. Ich könnte …

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#38 Nach dem Krebs, Seiji Ozawa

Mit Ende des vergangenen Jahres wurde es ruhig um den großen Dirigenten. Speiseröhrenkrebs hieß die Diagnose. Wir alle kennen Geschichten von Menschen, die über einen großen Einschnitt ihres Lebens hinwegkommen – und doch berührt es immer wieder, mich zumindest.

Nach meiner Wahrnehmung ist Seiji Ozawa nicht gerade das Sinnbild eines großspurigen Menschen. Sondern eher der Typus einer bescheiden gebliebenen, seiner Kunst sehr stark verbundenen Persönlichkeit.

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Noch etwas ist ganz besonders mit seiner Person verbunden: Humor und Energie! Oder wie James R. Oestreich es in der New York Times auf den Punkt bringt: „The conductor Seiji Ozawa has characteristically exuded life, energy and a positive spirit, both on the stage and in personal contact. He did so again in an interview… [Der Dirigent Seiji Ozawa hat auf ganz charakteristische Weise Leben, Energie und einen positiven Geist verströmt, sowohl auf der Bühne als auch im persönlichen Kontakt. Dies strahlte er im Interview wieder aus…].“

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#37 Offener Brief britischer Atheisten – und ihre humanistische Praxis

We, the undersigned, share the view that Pope Ratzinger should not be given the honour of a state visit to this country. We believe that the pope, as a citizen of Europe and the leader of a religion with many adherents in the UK, is of course free to enter and tour our country [aber hallo, Papst BXVI sollte doch verhaftet werden ;-) ]. However, as well as a religious leader, the pope is a head of state, and the state and organisation of which he is head has been responsible for [Achtung, jetzt kommt’s]:

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#34 Die Frau der Schmerzen

Im Grunde gab es nur zwei Körperteile, die Frida Kahlo nie im Stich ließen – ihr Kopf und ihre Hände. Der so lebendigen, lebenslustigen und schlagfertigen Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón (1907-1954) stand von Kleinkind an ihr Körper im Wege, dessen Verfall sie eine unbändige Kraft und Kreativität entgegenzustellen wusste. Wie ihr das möglich war, ist ein Rätsel – und gleichzeitig eine ganz besondere Ermutigung für Menschen mit schweren Schicksalsschlägen.

„Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe?“ (nach der Amputation des rechten Beines, 1953).

Als Sechsjährige erkrankt sie an Kinderlähmung und behält ein dünneres und etwas kürzeres rechtes Bein zurück. Ein Busunglück verändert, als sie achtzehn Jahre alt ist, schlagartig ihr Leben. Eine Metallstange bohrt sich durch ihr Becken, von ihr ironisch als „meine Defloration“ bezeichnet.  Die Folge waren zahllose Brüche, ihr Bein wurde 11mal gebrochen, ihr rechter Fuß zerquetscht, ihr Rückgrat und ihr Becken an 3 Stellen angebrochen.

Die Familie bekommt einen Schock: Der Vater wird krank und die Mutter spricht einen Monat lang kein Wort mehr. Nun harrt Mathilde, Fridas Halbschwester, tagelang an Fridas Krankenbett aus. Ausgerechnet sie, die vom Vater verstoßen wurde, weil sie ohne sein Einverständnis geheiratet hatte. Die beiden Kahlo-Mädchen bringen alle anderen Patientinnen im Krankensaal durch ihre Späße zum Lachen. Auch die „Cachuchas“ lassen ihre Kameradin nicht im Stich.

„Ich bin nicht krank sondern gebrochen. Aber ich bin glücklich über mein Leben solange ich malen kann.“

Sie wird in 29 Jahren 32mal operiert. Sie bekommt einengende Gipskorsetts, muss immer wieder künstliche Streckungen der Wirbelsäule ertragen, durchlebt zahlreiche Folgekrankheiten und  ihre chronischen Schmerzen bekämpft sie phasenweise mit Alkohol und Drogen.

„Diego Rivera (ihr Mann) ist der zweitgrößte Unfall in meinem Leben. Die Folge der Liebe ist der Schmerz“.

Entgegen allen medizinischen Erwartungen lernte Frida wieder laufen, sie leidet aber ihr ganzes Leben unter den schweren Schädigungen des Busunglücks. Durch den Unfall wird ihr auch die Möglichkeit genommen, Kinder auf die Welt zu bringen. Sie erleidet mehrere Fehlgeburten.

„Das unausweichliche Ende ist der Tod. Ich hoffe froh zu sterben und niemals wiederzukommen.“

Ab 1940 verschlechtert sich Kahlos gesundheitlicher Zustand. Sie ist oft monatelang ans Bett gefesselt und malt dort mit Hilfe von speziellen Konstruktionen. Als sie wieder einmal jeden ärztlichen Rat in den Wind schlägt, und kaum von einer Lungenentzündung genesen an einer Demonstration teilnimmt, verstirbt sie wenige Tage später, am 13. Juli 1954.

Frida Kahlos Spiritualität

Frida Kahlo war zeitlebens auf der Suche nach einem spirituellen Weg. Mythische Bilder sind ihr wichtig und sie sucht östliche Religionsphilosophen auf, beschäftigt sich mit Buddhismus, Hinduismus, Wiedergeburt und der indischen Karmavorstellung.

Sie findet ihren religiösen Weg in der Natur wieder. Frida Kahlo erlebt ihren Busunfall als eine Art Wiedergeburt indem der Unfall ihre Liebe zur Natur, Farben, Früchte, Tieren und Menschen erweckte.

„Ich empfinde Liebe zu den Menschen, dem Volk und die Volkskunst. Lass uns auf die Straße gehen und das Leben in den Straßen malen.“

Ihre Haupterfahrung ist, dass alle menschlichen Zustände – wirtschaftlicher, familiärer, gesellschaftlicher oder gesundheitlicher Art – vergänglicher Natur sind. Aber man kann negative Zustände durch einen starken Willen ändern.

Ein starker Wille, die Liebe zu den Menschen, vor allem auch zu den Benachteiligten unter ihnen, und eine unwahrscheinliche Freude an der Schöpfung , ist das nicht – von Glaubensfragen einmal abgesehen – ein ganz gewaltiges Vorbild für jeden von uns?


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#33 PING an Elsa – 10 reasons to wear my Chapel Veil !

Von Fulda kann man beschwingt zurückkehren, nicht nur das hat uns Elsa verraten. Sie trug auch ihre Mantilla – Chapel Veil – und fühlte sich etwas allein auf weiter (Kirchen-) Flur …und befindet sich doch in bester Gesellschaft, wie die nachfolgende internationale Bilderrundschau beweist.

Doch zuvor …

…10 Good Reasons to convince myself to get a mantilla or Chapel Veil:

1. if I’m having a bad hair day … no problem, no one will see it.
2. I can have a good cry if I feel like it.
3. the last time I wore one was at my First Holy Communion decades ago.
4. it must be like the equivalent of a monk’s hood, it’s protective, it will feel snug and safe.
5. I think if I am shielded by a veil, nothing can get in except for Him.
6. It’s more respectful towards Him to be dressed modestly ~ even though the mantilla is eye-catching it’s still a camouflage.
7. It’s bridal-like, and royal/princess-like. If I’m meeting my King in intimate union I should dress appropriately. [NB Jackie O is also wearing white mantillas ~ that used to be called the privilege du blanc, reserved only for queens, brides and girls taking First Holy Communion, but I think nowadays either black or white is acceptable.]
8. It’s become tradition for women to wear a mantilla when being received in private audience with the Pope. Why would it be any different with Jesus?
9. It’s uniquely Catholic.
10. It’s uniquely feminine.

Ein starkes Profil...!

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