Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.


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Confessions

Confessions by ransomtech
Confessions, a photo by ransomtech on Flickr.

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#38 Nach dem Krebs, Seiji Ozawa

Mit Ende des vergangenen Jahres wurde es ruhig um den großen Dirigenten. Speiseröhrenkrebs hieß die Diagnose. Wir alle kennen Geschichten von Menschen, die über einen großen Einschnitt ihres Lebens hinwegkommen – und doch berührt es immer wieder, mich zumindest.

Nach meiner Wahrnehmung ist Seiji Ozawa nicht gerade das Sinnbild eines großspurigen Menschen. Sondern eher der Typus einer bescheiden gebliebenen, seiner Kunst sehr stark verbundenen Persönlichkeit.

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Noch etwas ist ganz besonders mit seiner Person verbunden: Humor und Energie! Oder wie James R. Oestreich es in der New York Times auf den Punkt bringt: „The conductor Seiji Ozawa has characteristically exuded life, energy and a positive spirit, both on the stage and in personal contact. He did so again in an interview… [Der Dirigent Seiji Ozawa hat auf ganz charakteristische Weise Leben, Energie und einen positiven Geist verströmt, sowohl auf der Bühne als auch im persönlichen Kontakt. Dies strahlte er im Interview wieder aus…].“

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#37 Offener Brief britischer Atheisten – und ihre humanistische Praxis

We, the undersigned, share the view that Pope Ratzinger should not be given the honour of a state visit to this country. We believe that the pope, as a citizen of Europe and the leader of a religion with many adherents in the UK, is of course free to enter and tour our country [aber hallo, Papst BXVI sollte doch verhaftet werden ;-) ]. However, as well as a religious leader, the pope is a head of state, and the state and organisation of which he is head has been responsible for [Achtung, jetzt kommt’s]:

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#34 Die Frau der Schmerzen

Im Grunde gab es nur zwei Körperteile, die Frida Kahlo nie im Stich ließen – ihr Kopf und ihre Hände. Der so lebendigen, lebenslustigen und schlagfertigen Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón (1907-1954) stand von Kleinkind an ihr Körper im Wege, dessen Verfall sie eine unbändige Kraft und Kreativität entgegenzustellen wusste. Wie ihr das möglich war, ist ein Rätsel – und gleichzeitig eine ganz besondere Ermutigung für Menschen mit schweren Schicksalsschlägen.

„Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe?“ (nach der Amputation des rechten Beines, 1953).

Als Sechsjährige erkrankt sie an Kinderlähmung und behält ein dünneres und etwas kürzeres rechtes Bein zurück. Ein Busunglück verändert, als sie achtzehn Jahre alt ist, schlagartig ihr Leben. Eine Metallstange bohrt sich durch ihr Becken, von ihr ironisch als „meine Defloration“ bezeichnet.  Die Folge waren zahllose Brüche, ihr Bein wurde 11mal gebrochen, ihr rechter Fuß zerquetscht, ihr Rückgrat und ihr Becken an 3 Stellen angebrochen.

Die Familie bekommt einen Schock: Der Vater wird krank und die Mutter spricht einen Monat lang kein Wort mehr. Nun harrt Mathilde, Fridas Halbschwester, tagelang an Fridas Krankenbett aus. Ausgerechnet sie, die vom Vater verstoßen wurde, weil sie ohne sein Einverständnis geheiratet hatte. Die beiden Kahlo-Mädchen bringen alle anderen Patientinnen im Krankensaal durch ihre Späße zum Lachen. Auch die „Cachuchas“ lassen ihre Kameradin nicht im Stich.

„Ich bin nicht krank sondern gebrochen. Aber ich bin glücklich über mein Leben solange ich malen kann.“

Sie wird in 29 Jahren 32mal operiert. Sie bekommt einengende Gipskorsetts, muss immer wieder künstliche Streckungen der Wirbelsäule ertragen, durchlebt zahlreiche Folgekrankheiten und  ihre chronischen Schmerzen bekämpft sie phasenweise mit Alkohol und Drogen.

„Diego Rivera (ihr Mann) ist der zweitgrößte Unfall in meinem Leben. Die Folge der Liebe ist der Schmerz“.

Entgegen allen medizinischen Erwartungen lernte Frida wieder laufen, sie leidet aber ihr ganzes Leben unter den schweren Schädigungen des Busunglücks. Durch den Unfall wird ihr auch die Möglichkeit genommen, Kinder auf die Welt zu bringen. Sie erleidet mehrere Fehlgeburten.

„Das unausweichliche Ende ist der Tod. Ich hoffe froh zu sterben und niemals wiederzukommen.“

Ab 1940 verschlechtert sich Kahlos gesundheitlicher Zustand. Sie ist oft monatelang ans Bett gefesselt und malt dort mit Hilfe von speziellen Konstruktionen. Als sie wieder einmal jeden ärztlichen Rat in den Wind schlägt, und kaum von einer Lungenentzündung genesen an einer Demonstration teilnimmt, verstirbt sie wenige Tage später, am 13. Juli 1954.

Frida Kahlos Spiritualität

Frida Kahlo war zeitlebens auf der Suche nach einem spirituellen Weg. Mythische Bilder sind ihr wichtig und sie sucht östliche Religionsphilosophen auf, beschäftigt sich mit Buddhismus, Hinduismus, Wiedergeburt und der indischen Karmavorstellung.

Sie findet ihren religiösen Weg in der Natur wieder. Frida Kahlo erlebt ihren Busunfall als eine Art Wiedergeburt indem der Unfall ihre Liebe zur Natur, Farben, Früchte, Tieren und Menschen erweckte.

„Ich empfinde Liebe zu den Menschen, dem Volk und die Volkskunst. Lass uns auf die Straße gehen und das Leben in den Straßen malen.“

Ihre Haupterfahrung ist, dass alle menschlichen Zustände – wirtschaftlicher, familiärer, gesellschaftlicher oder gesundheitlicher Art – vergänglicher Natur sind. Aber man kann negative Zustände durch einen starken Willen ändern.

Ein starker Wille, die Liebe zu den Menschen, vor allem auch zu den Benachteiligten unter ihnen, und eine unwahrscheinliche Freude an der Schöpfung , ist das nicht – von Glaubensfragen einmal abgesehen – ein ganz gewaltiges Vorbild für jeden von uns?


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#32 Der Graben zwischen G’tt und mir

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Was uns von Gott trennt, ist weniger die Sünde als der Wunsch, sie zu rechtfertigen (Nicolás Dávila).

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Mit diesem Zitat des kolumbianischen Philosophen beginnt Gabriele Kubys neues Buch „Selbsterkenntnis – Der Weg zum Herzen Jesu“, das mich gerade beschäftigt (Lesetipp!).

Nicolás Gómez Dávila (1913-1994) wird auch als „letzter Reaktionär“ bezeichnet – eine Formulierung, der aufgrund des „reaktionären Pessimismus“ wenig abzugewinnen ist; ich zähle ihn viel lieber zu den ersten Reaktionären.

Aphorismen zählen zu seinen Stärken, und er weiß sein Ausdrucksmittel nicht nur zu begründen, sondern liefert auch gleich einen Weg zu Gott…

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So findet er, die „fortlaufende Rede“ tendiere dazu, „die Brüche des Seins zu verbergen.“ Nur das „Fragment“ sei daher „Ausdruck redlichen Denkens“, „der Ausdruck desjenigen, der lernte, dass der Mensch zwischen Fragmenten lebt.“ „Was in der Philosophie nicht Fragment“ sei, brandmarkt Davilá als „Betrug“. Über ein kohärentes Weltbild verfügt allenfalls Gott.

Zurück zum Zitat am Anfang: Es entstehen immer wieder Gräben zwischen Mensch und Gott, und die Rechtfertigung der Sünde ist wohl als Tiefseegraben zu sehen…

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Der größte moderne Irrtum besteht nicht in der These vom toten Gott, sondern im Glauben, dass der Teufel tot sei (Nicolás Dávila).

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—– Artikel wurde erstellt auf meinem iPhone