Jesum Habemus Socium

Menschen lernst du kennen, um sie zu lieben, Jesus liebst du, um Ihn kennenzulernen.


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#30 Bernhard von Clairvaux und der Duft der Fürsprecherin

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„Doch ist es dann nicht besser…, wenn unsere Welt hier unten in dem Maße, in dem der Himmel die Anwesenheit Mariens bejubelt, ihre Abwesenheit beweint? Wir jedoch dürfen uns nicht beschweren, denn wir haben hier keine feste Wohnstätte (vgl. Hebr 13,14).

Wir suchen jene, in die die Jungfrau Maria heute eingezogen ist. Wenn wir schon in die Zahl der Bewohner jener Stadt eingeschrieben sind, so ziemt es sich heute, uns ihrer zu erinnern…, ihre Freude zu teilen, am Jubel teilzunehmen, der heute die Gottesstadt erfreut. Denn jener Jubel fällt heute wie Tau auf unsere Erde nieder. Ja, sie ist uns vorangegangen, unsere Königin, sie ist uns einen Schritt voraus und wurde mit so viel Ehre aufgenommen, dass wir, ihre demütigen Diener, ihr voller Vertrauen folgen können, indem wir [mit der Braut des Hohenliedes] jubeln:„Hinter dir werden wir laufen, in den Duft deiner Salböle hinein.“ (Hld 1,4).

Wanderer auf Erden, wir haben unsere Fürsprecherin vorausgeschickt…, die Mutter der Barmherzigkeit, um für unser Heil einzutreten.“ (Hl. Bernhard von Clairvaux)

Mit welcher Festigkeit und zugleich Leichtigkeit es für den Prediger B.v.Clairvaux möglich ist, gerade das, was uns jeden Tag eine gewisse Sicherheit gibt, aufzuheben: …denn wir haben hier keine feste Wohnstätte. Nicht wenige von uns verfügen über eine angenehme Wohnstätte, die uns Tag für Tag eine Sicherheit vortäuscht, die es gar nicht gibt. Das ist die nüchterne Tatsache.

Aber sofort hält B.v.Clairvaux den Weg bereit, der uns von der Unberechenbarkeit des Daseins in das Zuhause der Emotion und Geborgenheit führt:

Hinter dir werden wir laufen, in den Duft deiner Salböle hinein. (Hld 1,4)

Gegrüßet seist Du, Maria…

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